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Kursmodul Energiespeicher an der OST

Von: Michel Haller  (SPF News-Artikel vom 28.09.2021)

Wind- und Solarenergie sind bereits heute oft günstiger als Energie aus konventionellen Kraftwerken, und Jahr für Jahr nimmt der Anteil erneuerbarer Energie am Gesamt-Energiemix zu. Naturgemäss richtet sich jedoch die Energieproduktion dieser Erneuerbaren Energien nicht nach der aktuellen Nachfrage, sondern folgt den Launen der Natur. Der massive Ausbau fluktuierender erneuerbarer Energieproduktion – der für die Eindämmung des Klimawandels unabdingbar ist – geht deshalb einher mit einer steigenden Nachfrage nach Energiespeicherlösungen, und das Thema der Energiespeicherung gewinnt entsprechend stark an Bedeutung.

Die Entwicklungen, die in diesem Bereich sowohl bei den Techniken als auch bei den Kosten in den letzten Jahren stattgefunden haben, sind immens. So haben Lithium-Ionen-Batterien die Jahrzehnte im Bereich der Heimspeicher dominante Technik der Bleibatterien in nur wenigen Jahren weitgehend vom Markt verdrängt und die Kosten für die kWh aus gespeicherter Energie deutlich gesenkt. Seit einigen Jahren wird in Dänischen Fernwärmenetzen nicht nur kurzfristig, sondern auch saisonal Wärme gespeichert. Mittlerweile haben sich hierfür wassergefüllte Erdbeckenspeicher mit Volumen von bis zu 200'000 m³ als kostengünstigen Stand der Technik durchgesetzt. Neben diesen reinen Strom- oder Wärmespeichern nimmt auch der Einsatz von chemischen Speichertechniken (Power-to-X) zu, welche als Bindeglied zwischen Strom und Wärme, oder Strom und Mobilitätsanwendungen eingesetzt werden können.

Das Modul Energiespeicher, das im Rahmen des MAS Energie und Ressourceneffizienz oder auch alleinstehend besucht werden kann liefert Antworten auf alle möglichen Fragen die sich rund um den Einsatz von Energiespeicher für die Energiewende ergeben. Es werden dabei alle gängigen Techniken der Energiespeicherung vom Pumpspeicherwerk in den Alpen bis zur lokalen Speicherlösung in einzelnen Gebäuden behandelt, und vom thermischen Speicher im Wärmenetz bis zum Batteriespeicher oder Power-to-X in der Mobilität. Die Kursteilnehmenden lernen Kennzahlen und Vergleichsgrössen kennen und erhalten zu jeder Speichertechnik Informationen aus erster Hand von ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus der Wirtschaft und aus dem Hochschulbereich (ETH, OST). Neben den Prinzipien und Kennwerten der verschiedenen Speichertechniken werden anwendungsspezifisch Kosten-/Nutzenanalysen durchgeführt. Das Kursmodul umfasst vier Tage und findet am 12./13. und 19./20. Mai 2022 am OST Campus in Rapperswil statt.

Weitere Informationen entnehmen Sie dem Flyer (PDF).
Anmeldung (PDF)

 

 

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Michel Haller

 

 

 

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