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Abgeschlossene Projekte des SPF (Auswahl)

Seit seiner Gründung 1981 setzt das SPF seine Kompetenzen konsequent in erfolgreiche Projekte um. Anhand von Beispielen aus bereits abgeschlossenen Projekten geben wir Ihnen einen Einblick in unsere Themen.

Bitte beachten Sie, dass aus Vertraulichkeitsgründen nur Projekte mit öffentlichem Charakter aufgeführt sind. Arbeiten mit und für privatwirtschaftliche Auftraggeber unterliegen in der Regel der Geheimhaltung.

Zurück zu aktuelle Projekte.

High-Ice – Systementwicklung für hohe solarthermische Erträge mit Eisspeicher und Wärmepumpe

Im Rahmen des High-Ice Projektes wurde ein Heizungskonzept untersucht, welches aus Solarkollektoren, einer Wärmepumpe und einem Eisspeicher mit enteisbaren Wärmeübertragern als Hauptkomponenten besteht. Der Einfluss der Komponentengrössen von Eisspeicher und Kollektorfeld auf den Elektrizitätsverbrauch der Heizung wurde mit Simulationen in TRNSYS analysiert. Die Studie hatte zum Ziel, das Heizungskonzept auch unter ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten zu bewerten. Ein weiterer Teil des Projekts war die Entwicklung eines elastischen Wärmeübertragers aus EPDM-Gummi, der durch Aufblasen mechanisch enteist werden kann.

High-Ice wurde finanziell durch das Bundesamt für Energie (BFE) unterstützt.

SPF-Ansprechpartner

Schlussbericht (PDF, Englisch)

StorEx – Theoretische und experimentelle Untersuchungen zur Schichtungseffizienz von Wärmespeichern

Die Schichtungseffizienz von Wärmespeichern hat einen entscheiden­den Einfluss auf die Effizienz sowohl von Solarwärme-Anlagen als auch von Wärmepumpen. In diesem Projekt wird eine aussage­kräftige Schichtungskennzahl inklusive kurzer und kostengünstiger Prüf-Prozedur erarbeitet, mit welcher die Schichtungseffizienz von Kombispeichern für Raumheizung und Warmwasser ermittelt werden kann. Das Verfahren wird auf Kombispeicher-Lösungen verschiede­ner Hersteller angewendet, und die Resultate miteinander verglichen. Zudem werden CFD-Simulationen zur Ermittlung der Schichtung von Anschlüssen zur direkten Beladung von Speichern durchgeführt, und einzelne Ergebnisse dieser Simulationen durch Labor-Messungen validiert. Daraus werden Empfehlungen erarbeitet für die Geometrie und die maximalen Volumenströme, bei welchen direkte Speicheranschlüsse schichtend, respektive schichterhaltend, betrieben werden können.

StorEx wird vom Bundesamt für Energie (BFE) finanziell unterstützt.

SPF-Ansprechpartner

Schlussbericht (PDF)

MacSheep – Entwicklung von effizienten Solar-Wärmepumpen-Systemen

Das EU Projekt MacSheep wird vom Institut für Solartechnik SPF geleitet und beschäftigt sich mit der Entwicklung von Heizsystemen in welchen eine Kombination aus Solarwärme und Wärmepumpe eingesetzt wird. Das ehrgeizige Ziel des auf vier Jahre ausgelegten Projekts ist es, eine 25-prozentige Reduktion des elektrischen Energiebedarfs dieser Heizsysteme zu erreichen.

Diese Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden weitgehend aus dem 7. Forschungs-Rahmenprogramm der EU (RP7) der Europäischen Union unter der Förder-Nummer 282825 finanziert. Das Projekt hat im Januar 2012 begonnen und endet im Dezember 2015.

Für weitere Informationen verweisen wir auf die Projekt-Homepage.

SOL-HEAP – Kombination Solarthermie und Wärmepumpen

Sowohl im Neubau als auch in der Sanierung kommen heute vermehrt Systeme zur Wärmebereitstellung mit einer Kombination aus solarthermischer Anlage und Wärmepumpe zur Anwendung. Beide Techniken werden als Schlüsseltechnologien angesehen für die Reduktion der Treibhausgas-Emissionen von Heiz-Systemen. Durch die Kombination einer Wärmepumpe mit Solarthermie kann die System-Effizienz erhöht und damit der Stromverbrauch der Wärmepumpe wesentlich reduziert werden. Die Möglichkeiten die beiden Techniken miteinander zu kombinieren sind vielfältig. Unter anderem stellt sich zum Beispiel die Frage, unter welchen Bedingungen es sinnvoll ist, Solarkollektoren auch indirekt über den Verdampfer der Wärmepumpe in das System einzubinden.

Das SPF forschte auf diesem Gebiet im Rahmen der IEA-SHC Task 44 in internationaler Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen und der Industrie. Unser Schwerpunkt lag auf der Entwicklung und Bewertung neuer Systemkonzepte mit Hilfe von computergestützter Simulation und der Vermessung von neuen Konzepten im Prüfstand mit dem bewährten Concise Cycle Test. Dieses Projekt wurde im Jahr 2014 abgeschlossen.
  

Final Report / Schlussbericht (Englisch)
  

Flyer Deutsch:
Solare Kombispeicher und Wärmepumpe – Empfehlungen zur System-Integration

SCOOP – Polymere in solarthermischen Systemen

Der rasant wachsende Markt für solarthermische Systeme in Kombination mit stetig steigenden Preisen für die wichtigsten Rohstoffe, legen ein prinzipielles Überdenken der bestehenden Bauweisen von Solaranlagen nahe. Dabei kann den bislang wenig beachteten Polymeren zukünftig eine wichtige Rolle zufallen. Bei grossen Stückzahlen bieten insbesondere die speziellen kostengünstigen Produktionsmethoden ein deutliches Einsparpotenzial.

Das SPF forscht auf diesem Gebiet im Rahmen der IEA-SHC Task 39 in internationaler Zusammenarbeit mit anderen Forschungseinrichtungen und der Industrie. Unser Schwerpunkt liegt auf dem Design neuartiger Kollektoren und Beständigkeitsunter-suchungen der eingesetzten Polymere.

SPF-Ansprechpartner

Solarthermisches Kühlen

Der nicht nur im Sommer steigenden Kühlbedarf in Gebäuden wird zu einer Herausforderung im Zusammenhang mit der Überlastung der elektrischen Netze. Da kann Solares Kühlen im Allgemeinen und Solar Thermisches Kühlen im speziellen als attraktive technologische Variante zur Reduktion der benötigten elektrischen Energie beitragen.
Das Institut für Solartechnik SPF ist aktiv in diesem Technologiefeld und trägt zur Entwicklung im Rahmen des IEA SHC Task 38 "Solar Air Conditioning and Refrigeration" bei.
Die Technik des Wärmeabwurfs in einem Hybridkühler, welcher als Alternative zum offenen Kühlturm im Mitteltemperaturbereich eingesetzt werden kann, wird im 10kW LiBr-H2O STATC Laborsystem erprobt und optimiert. Die Systemsimulation in Polysun-5 wird mit Messergebnissen validiert.

Leistungsanalyse und Optimierung eines Pellet-Solarkombinierten Systems für Heizung und Warmwasser

Sowohl Pelletheizungen wie auch solarthermische Systeme befinden sich aktuell auf einer starken Wachstumskurve. Ziel des Projektes ist die energetische Optimierung von Systemen, welche Pelletkessel mit Solaranlagen kombinieren. Auf dem Prüfstand des SPF werden Pellet- und Solarwärme kombiniert und unter realistischen Bedingungen gezielt auf ihre Funktion und Leistung getestet. Beim dazu verwendeten 12-Tagestest handelt es sich um ein durch das SPF entwickeltes Verfahren, das die charakteristischen Verhältnisse (Witterung, Warmwasserbedarf, Gebäudelast etc.), welche über ein gesamtes Jahr auftreten abdeckt. Mit Hilfe der gemessenen Daten wurde ein Simulationsmodell validiert, das zur Ermittlung von Jahreswerten verwendet wurde.

Solarthermische Trinkwasseraufbereitung in Schwellen- und Entwicklungsländern

1,8 Millionen Menschen sterben jährlich an Durchfallerkrankungen, 90 Prozent davon sind Kinder unter 5 Jahren. Grund dafür ist der Mangel an sanitären Einrichtungen, an Hygiene und zu einem grossen Anteil die Konsumation von kontaminierten Wasser. Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung einer solarthermischen Trinkwasseraufbereitungsmethode, die gegenüber bestehenden Technologien einen Mehrwert aufweist und dadurch einen Beitrag zur Verbesserung der Trinkwassersituation in Schwellen- und Entwicklungsländern leistet. Im Rahmen einer Vorstudie wurde Potential für die solarthermische Trinkwasseraufbereitung für den kleinkommunalen Bereich (zwischen 100 und 1000 Litern pro Tag) identifiziert. Im Zentrum der Arbeiten am SPF steht die technische Entwicklung einer solaren Pasteurisationsanlage, welche zu möglichst tiefen Investitionskosten eine möglichst grosse Menge an Wasser aufbereiten kann. In einem Subprojekt werden zusammen mit der EAWAG die mikrobiologischen Grundlagen erarbeitet, welche in das Anlagendesign einfliessen.
Mehr Infos finden sie im Factsheet.

Untersuchung und Bewertung angepasster Lösungen zur Trinkwarmwasserbereitstellung

In diesem Forschungsprojekt wurden die theoretischen und experimentellen Grundlagen für einen systematischen Vergleich von Frischwassermodulen (FWM) erarbeitet. Derzeit ist eine grosse Anzahl an Modellen mit unterschiedlichen Leistungsbezeichnungen auf dem Markt erhältlich, die sich in ihrer Funktionsweise und Leistungsfähigkeit unterscheiden und jeweils sehr spezifische Vorteile bieten. Von unabhängiger Seite sind jedoch bislang keine systematischen Vergleiche durchgeführt worden, da weder Klarheit über die zu prüfenden Parameter noch über die Bewertungskriterien und deren Gewichtung besteht. Hierzu wurden am SPF umfangreiche Untersuchungen der verschiedenen Leistungsparameter und deren Auswirkung auf Problemfelder wie Leistung, Komfort oder Energieeffizienz durchgeführt. Mit dem Aufbau und dem Betrieb eines Frischwassermodul-Teststandes wurde eine repräsentative Anzahl verschiedener Module getestet und verglichen werden. Ein ausführlicher Abschlussbericht zur Testprozedur und den Beurteilungskriterien kann hier heruntergeladen werden.

Die Durchführung eines Tests erlaubt es den Herstellern die Leistungsfähigkeit ihres Produktes nachzuweisen. Die Messungen von Kennzahlen bezüglich Leistung, Komfort und Energieeffizienz sollen es aber auch den Endkunden ermöglichen, unterschiedliche Module zu vergleichen und das individuell am besten geeignete Modul auszuwählen.

Abschlussbericht (PDF)

Entwicklung einer energieeffizienten Speicherladestation für den Einsatz in Gross-Solaranlagen und einer Frischwasserstation zur Deckung hoher Spitzenlasten in Gebäuden

In einem Entwicklungsprojekt mit der Firma taconova group AG und dem Zentrum für integrale Gebäudetechnik ZIG der Hochschule Luzern werden externe Tauscherstationen für den hohen Leistungsbereich weiterentwickelt und optimiert. Innovative Solarstationen für Kollektorfelder bis zu 400 m² und neuartige Frischwasserstationen mit zu 200 l/min Schüttleistung werden dabei optimal aufeinander abgestimmt. Das SPF unterstützt die Firma taconova bei der Optimierung und der Implementation neuer Regelstrategien für die Solarstation. Dynamische Jahressimulationen helfen dabei das Potenzial neuer Regelstrategien zu quantifizieren, aber auch Regelparameter festzulegen und hinsichtlich Energieeffizienz zu optimieren.  Das Verhalten der Stationen wird am ZIG experimentell untersucht, aber auch in messtechnisch betreuten Demoanlagen bei realen Einsatzbedingungen überwacht.

Verbesserte Rechenmodelle für Gas- und Ölbrenner

Die Einbindung von Gas oder Öl-Brennern in ein Solarsystem ist oft eine zentrale Frage. In diesem Projekt wird analysiert, wie diese am besten zu integrieren sind. Zu diesem Zweck werden einige auf dem Markt erhältliche Systeme aufgebaut und auf dem Prüfstand vermessen. Aus den Messresultaten ist ersichtlich, wie effizient ein System arbeitet, oder wo Verbesserungspotential vorhanden ist.
Neben den Messungen, Bewertungen und Optimierungen als zentralen Gegenstand des Projektes, entstehen vor allem auch verbesserte Brennerrechenmodelle für die Simulation, welche in Polysun4 eingesetzt werden können. Diese neuen verbesserten Rechenmodelle erlauben eine Optimierung des Zusammenspiels von Solarenergie und Zusatzheizung in einem solarthermischen Kombisystem bereits in der Phase der Entwicklung durch Simulation.

Schichtladeeinrichtungen für Solarspeicher

Die Temperaturschichtung im Speicher ist bedeutend für die Funktion und den Ertrag von Solaranlagen. Deswegen ist anzustreben, beim Einbringen der Wärme von der Solaranlage und/oder vom Heizungsrücklauf, temperaturabhängig auf der richtigen Höhe einzuschichten.
Am SPF wurden Experimente durchgeführt, die ein kontinuierliches Einschichten des einströmenden Fluides in den Speicher mit einem möglichst einfachen und günstigen Konzept ermöglichen. Die Visualisierung, bei der Wasser mit ca. 50 Grad Celsius für unterschiedliche Beladevolumenströme in eine Schicht unterhalb des Bereichs mit 60 Grad im Speicher eingeschichtet wird, veranschaulicht dies.

20 Jahre Freibewitterung von Kollektorabdeckungsmaterialien

Langzeitstabilitätsvorhersagen aufgrund von Prüfungen im Labor sind eine Sache – das tatsächliche Alterungsverhalten im realen Einsatz häufig eine andere. Um dieser Diskrepanz vorzubeugen, hat das SPF zwischen 1985 und 2007 ein Projekt zur Freibewitterung von potentiellen Materialien für Kollektorabdeckungen durchgeführt.

Für dieses Projekt wurden 42 verschiedene transluzente Kunststoffe und 16 Gläser ausgewählt. Um realitätsnahe Bedingungen zu erreichen, wurden diese Materialien auf sogenannten Mini-Kollektoren montiert und an zwei klimatologisch unterschiedlichen Standorten in der Schweiz exponiert. Von den insgesamt 700 präparierten Proben wurden aufgrund eines vorgegebenen Zeitplans komplette Serien entnommen, optional nach einer definierten Prozedur gereinigt, die Änderung der optischen Eigenschaften gemessen und eingelagert.

Damit verfügt das SPF über einen einzigartigen Fundus an Referenzmaterialien z.B. für die Entwicklung beschleunigter Alterungsmethoden. Die bisherige Auswertung der Daten hat zu teilweise überraschenden Ergebnissen geführt.

Simulation innovativer Speicherkonzepte für solare Kombisysteme

In dieser Arbeit wurde die Simulationsumgebung eines stark vereinfachten (maximum lean) solaren Kombisystems generiert.
Ziel der durchgeführten Computersimulationen war es, Kenntnisse über das thermische Verhalten eines solchen Systems und die Auswirkungen verschiedener Regelstrategien insbesondere auf den thermischen Speicher zu erhalten. Die Besonderheit des Systems besteht in dem drucklosen Speicher in Verbindung mit Drainback Technologie des Solarkreises sowie der Regelstrategie des Heizkreises. Um eine geeignete Dimensionierung des Systems zu erzielen wurden Kostenfunktionen in Abhängigkeit von Kollektorgrösse und Speicherinhalt ermittelt. Da auf Grundlage dieser Kostenfunktionen bei keiner Anlagenkonfiguration ein finanzieller Vorteil gegenüber einem nicht-solaren System entsteht, wurde eine neue Zielfunktion nach dem Kosten/Nutzen Verhältnis definiert und diese mittels der Optimierungssoftware GenOpt minimiert.

Kompakte Kombi-Solarsysteme auf dem Prüfstand

Vermehrt kommen für solare Raumheizung und Wassererwärmung im Einfamilienhaus kompakte, weitgehende standardisierte und vorgefertigte Anlagen zum Einsatz. Dieser Trend verspricht eine Kostenreduktion und eine Verbesserung der Funktionstüchtigkeit.
Um dies am Prüfstand zu kontrollieren wurde im Rahmen des Task 26 des Solar Heating & Cooling Programms der IEA eine neue Prüfmethode, der Concise Cycle Test (CCT) entwickelt. Dieser beruht auf zwei Prinzipien: Erstens sind die Randbedingungen von Klima und Last, die während eines Jahres auftreten, in einem 12-tägigen Prüfzyklus zusammengefasst und zweitens gibt es möglichst keine Eingriffe in die Funktion des Systems. In einer mehrjährigen Untersuchung mit dem Titel Kombi-Kompakt+ wurde mit Hilfe dieser Methode am Institut für Solartechnik SPF eine grosse Anzahl von kompakten solaren Kombisystemen geprüft. Diese Untersuchung wurde mit der Veröffentlichung der Prüfberichte abgeschlossen.

Wärmeverluste durch Rohrinterne Gegenstromzirkulation

Warmwasserspeicher weisen an den Anschlussleitungen besonders hohe Wärmeverluste auf. Die Anschlussrohre sind als Wärmebrücken zu betrachten, an denen die Verluste auf Grund von Konvektion und Wärmeleitung auftreten. Obwohl die Problematik der hohen Speicheranschlussverluste unter Experten seit den 80er-Jahren bekannt ist, wird die Thematik, zumindest in Europa, von den Herstellern und Installateuren weitgehend ignoriert. Bisher gibt es weder systematische Untersuchungen, noch fundierte Empfehlungen zur Gestaltung von Speicherstutzen und Anschlussleitungen. Zum Einsatz von Siphons, Konvektionsbremsen und Konvektionssperren sind nur Erfahrungswerte und Faustregeln verfügbar. Für die Faustregeln sind keine Grundlagen bekannt. Die Resultate dieser Arbeit sollen als Grundlage für Empfehlungen zur Reduktion von Wärmeverlusten an Wärmespeichern dienen.

Neue Speicher-Konzepte für Solar- und Niederenergiegebäude

Um Zeiten sonnenstrahlungsarmer Tage zu überbrücken und den Bedarf an thermischer Energie in Gebäuden decken zu können, konzentrieren sich unsere Forschungsarbeiten auch auf die theoretische und experimentelle Untersuchung neuer Speichertechnologien zur Wärmespeicherung in Heiz- und -Kühlsystemen für Solar- und Niederenergiehäuser. Diese Aktivitäten zielen auf die Entwicklungen neuer Speichersysteme in thermischen Solaranlagen, welche zu einem hohen solaren Deckungsgrad in Gebäuden führen. Wir erarbeiten Entscheidungsgrundlagen zum Einsatz dieser neuen Speichertechnologien nicht nur in solaren Heiz- und Kühlsystemen sondern auch für Wärmepumpen und Heizkessel.
Unser Fokus richtet sich dabei auf die Nutzung von Solarenergie. Der Anwendungsschwerpunkt sind freistehende Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser mit entsprechenden Speichergrössen zur hohen solaren Deckung der Heiz- und Kühllast. Konventionelle Speichersysteme nutzen Wärme gedämmte Wasserspeicher mit einem Volumen von 400l bis 1000l. Die Untersuchungen, welche wir im Rahmen des IEA SHC Tasks 32 durchführten, sollen Wege zur Umsetzung neuer Speicherkonzepte mit höherer Effizienz und Speicherdichte aufzeigen.

Solarthermisch angetriebener thermo-chemischer Akkumulator

Zur Dimensionierung einer solarthermisch getriebenen Kühlanlage muss der thermische Wirkungsgrad (COPth = coefficient of performance) der Kältemaschine unter Last bei den Fluidtemperaturen im Kollektor, im Wärmeabwurfsystem und im Verdampfer bekannt sein. Nebst dem Betriebsverhalten des ClimateWell Thermochemical Accumulators (Prototyp) wurde der COPth bei unterschiedlichen Kühlleistungen aus Messungen bestimmt und Vorschläge zur Verbesserung der Maschine diskutiert.
Die speziellen Messungen wurden am Institut für Solartechnik SPF am dafür angepassten Labor-Systemteststand durchgeführt.

EINSTEIN goes Swiss: Industry Audits und Solarwärmesimulation für Prozesswärme

Im europäischen Verbundprojekt "EINSTEIN" wird derzeit ein Expertensystem entwickelt, welches dazu dient, den Energieverbrauch in Industrieprozessen zu optimieren. EINSTEIN basiert auf einer Datenbank, in der ausführliche Informationen und Daten von einer Vielzahl von Industrieprozessen enthalten sind. Diese Daten wurden durch detaillierte Audits in 90 Firmen gewonnen, die von im Rahmen des Projektes dafür geschulten Experten in sechs Ländern durchgeführt und in das Expertensystem eingebunden werden.
"EINSTEIN goes Swiss" gibt der Schweizer Industrie die Möglichkeit, an der Entwicklung und Validierung von EINSTEIN sowie an den mit EINSTEIN verbundenen Möglichkeiten und Chancen zu profitieren. Hierfür führt das SPF etwa 10 Industry Audits in Schweizer Firmen durch und berät hinsichtlich der Prozessoptimierung, der Effizienzsteigerung durch Wärmerückgewinnung und der Einbindung erneuerbarer Energien.
Speziell zur Einbindung von Solarthermie wird im Rahmen von "EINSTEIN goes Swiss" eine auf Jahressimulationen basierende Methode entwickelt, die ausgehend von den Prozessdaten und Informationen zu Standort etc. die solarthermisch in den Prozess einbindbare Wärmemenge bestimmt. Die technische Realisierung erfolgt über ein Polysun-basiertes plug-in für das Expertensystem.

SimPel: Entwicklung einer Methode zur Bestimmung von Jahresnutzungsgraden von Biomasse-Kleinfeuerungen

Quelle: TFZ

Das Ziel des Projektes ist eine Methode zur Bestimmung der Jahresnutzungsgraden von Biomasse-Kleinfeuerungen zu entwickeln. Hierzu wird ein speziell dafür geeignetes Kesselmodell in der Simulationssoftware TRNSYS parametrisiert und validiert. Die dafür benötigten Messdaten werden im Rahmen einer Kooperation Partnern in Österreich und Deutschland bereitgestellt. Gemeinsam werden die Randbedingungen (wie Standort, Gebäudetyp, Heizlast etc) definiert, um anschliessend am SPF entsprechende Jahressimulationen zur Bestimmung des Jahresnutzungsgrades durchzuführen. Die neue Prüfmethode soll dazu beitragen, die Qualität und Effizienz von Biomassekleinfeuerungen international voranzutreiben.

Strömungsuntersuchungen an eingetauchten Wärmeübertragern

Die Wahl der richtigen Konstruktions- und Dimensionierungsparameter für eingetauchte Wärmeübertrager ist von zentraler Bedeutung für die Be- und Entladung von Warmwasserspeichern. Die vor allem bei der Beladung mittels solarthermischer Kollektoren auftretenden variierenden Bedingungen (Volumenströme, Temperaturen) haben bislang die Verwendung semi-empirischer Funktionen für Konstruktion und Auslegung induziert. Diese Erfahrungswerte sind für die inzwischen weiterentwickelten Varianten und Dimensionen der Be- und Entladung von Warmwasserspeichern nur noch bedingt verwendbar. Anhand der neueren und mächtigen Methoden Particle Imaging Velocimetry (PIV) und Laser Induced Fluorescence (LIF) können am SPF Strömungs- und Wärmeübergangsvorgänge in Speichern detailliert abgebildet werden. Im laufenden Forschungsprojekt sollen ideale Parameter für die Konstruktion und Dimensionierung eingetauchter Wärmeübertrager experimentell bestimmt werden. Die Messergebnisse werden anschliessend zur Validierung angepasster numerischer Modelle verwendet, die beispielsweise anhand von CFD-Software (Computational Fluid Dynamics) erstellt werden. So können anhand von Simulationsrechnungen Konstruktion und Dimensionierung optimiert sowie neue "Faustformeln" für die anwendungsbedingte Dimensionierung abgeleitet werden.
Um einen repräsentativen Querschnitt an marktüblichen Wärmeübertragern zu untersuchen, werden Firmen gesucht, die ihre Produkte zur Verfügung stellen. Die Firmen sollen auf breiter Basis bei der Dissemination der Ergebnisse kontaktiert und informiert werden. Geplant ist, dass die Firmen vor allem in der Schlussphase des Projektes bei organisierten Diskussionen und der Dissemination der Ergebnisse eingebunden werden.

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